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Sandro Messmer

Sandro Messmer

linke cerebrale Lähmung

„Meine Krankheit wurde mit 8 Jahren diagnotisiert. Meine Geburt verlief ganz normal. Als Baby schrie ich sehr oft und war mit der Entwicklung sehr verspätet. Damals diagnotisierten die Ärzte eine linke cerebrale Lähmung. Medikamente musste ich keine nehmen besuchte aber jene Therapien. Ich besuchte aber weiterhin die normale Schule und wuchs auch mit gesunden Menschen auf. Ich hatte soweit eine sehr gute Kindheit. Dank meiner Familie und Freunden wurde mir vieles ermöglicht. Ich habe auch einen unglaublichen Willen und konnte dadurch vieles erreichen. Ich absolvierte eine Lehre als Logistiker EFZ und arbeitete och 2 weiter Jahre auf dem Beruf. In meiner Arbeitszeit wurde meine Krankheit plötzlich dramatisch schlimmer. Ich musste meinen Job mit 22 Jahren aufgeben. Ich versuchte viele Medikamente und Therapien aus aber ohne Erfolg. Nach weiteren Untersuchungen wurde eine weitere Diagnose gestellt. Ich habe keine cerebrale Lähmung sondern eine unbekannte Muskeldystonie. Meine Muskeln ziehen sich ungewollt zusammen und kann einiges nicht selber Steuern. Im Dezember 2013 entschied ich mich für eine schwere Operation. Ich konnte und wollte so nicht mehr weiterleben. Die Ärzte konnten mir keine Sicherheit für den Ausgang der Operation geben. Mir wurde ein Neurostimulator eingesetzt. Nach der Operation wurde alles noch viel schlechter. Ich konnte mich kaum mehr bewegen und meine ganzen Muskeln waren weg. Von einem auf den anderen Tag veränderte sich mein Leben dramatisch. Ich war nur noch Spital oder Zuhause im Bett. Nach mehreren Monaten entspannte sich die Lage etwas. Es wurde eine Einstellung des 

Neurostimulators gefunden was deutliche Verbesserungen zum Vorschein brachten. Ich musste aber fast wieder bei null beginnen. Dank meiner Familie, sehr guten Freunden und sehr grossem Willen fand ich zurück ins Leben. Mittlerweile wohne ich in einem Wohnheim. Dank regelmässiger Physiotherapie und Fitnesstraining konnte ich meine Muskeln wieder aufbauen. Obwohl ich momentan in einem Wohnheim lebe habe ich ein sehr selbständiges Leben. Ich arbeite wieder 50% und unternehme vieles mit meinen Freunden. Es braucht alles extrem viel Zeit und bin froh, dass ich den Weg gemacht habe. Kürzlich habe ich mir mein Lebensmotto „Never give up“ auf den Arm Tätowiert. Ich finde, dass auch solche Menschen möglichst in die Gesellschaft einbezogen werden. Viele können auch eine Arbeit nachgehen, was in der heutigen Wirtschaft sehr schwierig ist. Finde ich sehr schade. Ich möchte nicht anders behandelt werden nur weil ich ein Handicap habe. Meine Freunde und Familie nehmen mich wie ich bin das ist sehr wichtig für mich. Ich habe auch gemerkt wie gesund ich gegenüber anderen Menschen bin. „